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WSOP: World Series of Poker

Hinter der Abkürzung WSOP verbirgt sich größte Poker-Turnierreihe der Welt, die World Series of Poker. Bereits im Jahre 1949 erkannte der beigeisterte Poker-Spieler und Casino-Besitzer Benny Binion das große Interesse der Bevölkerung am Poker-Sport und entwickelte das Konzept der World Series of Poker.

Diese fand 1970 erstmals statt und verfügte über nur sieben Teilnehmer, die dann denn Poker-Weltmeister wählten. Hier ging Johnny Moss als Sieger hervor und gewann eine Silbertasse. Im folgenden Jahr konnte dieser seinen Titel verteidigen und ein Preisgeld von $30.000 mit nach Hause nehmen.

Die Turnierreihe wurde immer in dem Hotel und Casino Binion’s Horseshoe in Las Vegas ausgetragen und erfreute sich schnell enormer Popularität. Im Jahre 2005 war jedoch das Rio All-Suite Hotel and Casino, das sich ebenfalls in der internationalen Hauptstadt des Glücksspiels befindet, zum ersten Mal der Austragungsort der sogenannten Poker-Weltmeisterschaften.

Insgesamt besteht die Turnierreihe aus über 40 einzelnen Turnieren, die zur Qualifikation für das Hauptturnier dienen. Bei diesem wird immer die Variante Texas Hold’em gespielt und ein beträchtliches Preisgeld ausgespielt. Die World Series of Poker ist und bleibt eine Veranstaltung der Superlative und bildet wohl das wichtigste Poker-Turnier weltweit.

So gewann der US-Amerikaner Jamie Gold 2006 mit 12 Millionen US-Dollar den höchsten Jackpot aller Zeiten. Der Amateurspieler Chris Moneymaker schrieb im Jahre 2003 ebenfalls Poker-Geschichte, denn ihm gelang es, aus einem Einsatz von 40 Dollar 2,5 Millionen Dollar zu machen.

Seitdem ist er ein großes Vorbild für zahllose Poker-Fans, die ihm nacheifern möchten und ihr Glück bei der WSOP versuchen. Moneymaker löste einen regelrechten Poker-Boom aus, der heute von Experten als Moneymaker-Effekt bezeichnet wird, infolge dessen die Teilnehmerzahlen der WSOP rasant anstiegen.

Ein Jahr nach dem Überraschungserfolg von Moneymaker waren mehr als 2.500 Menschen bereit, den Buy-In von $10.000 zu zahlen. Am Ende konnte sich Greg Raymer durchsetzen und erzielte einen Gewinn von 5 Millionen US-Dollar. 2006 brach die World Series of Poker einen weiteren Rekord, denn mit etwa 8.700 Teilnehmern spielten im Vergleich zu den vorherigen Jahren zehnmal so viele Menschen bei der WSOP mit.

Die begehrten Bracelets bildet eine zusätzliche Besonderheit dieser Turnierreihe. Jeder Gewinner eines Turniers erhält neben dem Preisgeld, eines der wertvollen Armbänder. Mithilfe dieser vergleichen die Poker-Spieler ihre bisherigen Erfolge bei der World Series of Poker und verschaffen sich Respekt in der Poker-Szene. Der US-amerikanische Poker-Profi Phil Hellmuth sammelte in seiner bisherigen Poker-Karriere bereits 11 Bracelets und führt die Liste der Bracelet-Gewinner an.